160 Jugendliche, 160 Meinungen: Treffpunkte, Schule, Kneipen, Gewalt und Politik!

Über 160 Jugendliche sind heute im Münsterzentrum und jeder hat seine eigene Meinungen, Vorstellungen und Ideen. Die Beteiligungswerkstatt startet mit einem erstem Kennenleren.

Udo Wenzl, Moderator und Berater für Kommunen, stellt den Jugendlichen knifflige Fragen und erkundigt sich nach den Meinungen.

Demografie als Einstieg

Geschlechterverteilung

Zum Einstieg geht es los mit ein Paar demografischer Fragen. Wie ist das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen heute? Die Teilnehmer stellen sich an zwei Enden des Salles des Münsterzentrums: Die Verteilung ist sehr gleichmäßig. Sehr gut!

Verteilung Ortsteile

Als nächstes fragt Udo Wenzl, wo die Jugendlichen wohnen. In der linken Raumhälfte sammeln sich knapp 80 Villinger, in der rechten Raumhälfte ebensoviele Schwenniger. In der Mitte sammelt sich eine Handvoll Jugendlicher aus den umliegenden Kommunen.

„In der Färbergasse muss man Angst haben, überfallen zu werden.“

Mike Blank

Mike Blank ist der erste, der eine direkte Frage beantwortet. Der Moderator fragt, was ihn an Villingen-Schwenningen stört: „Man könnte hier mehr für die Jugendlichen tun. Man muss dafür sorgen, dass den Jugendlichen die Angst genommen wird Abends weggehen. In der Färbergasse muss man Angst haben, zusammengeschlagen zu werden.“

Gewalt als Problem in VSUdo Wenzl fragt die Anwesenden, wer Angst vor Überfällen in Villingen-Schwenningen hat. Die Hälfte der Teilnehmer meldet sich.

„Wer findet das Leben schlecht in Villingen-Schwenningen, wer gut und wer hat eine gemischte Meinung?“

Lina Federmutz

„Ich finde die Stadt zu klein. Manche Straßen in Villingen-Schwenningen finde ich asozial.“ -Nina Fiedermutz

Patrick Mayer„Es ist nichts geboten in Villingen-Schwenningen. Es gibt ein paar Kinos, aber das war es. Villingen-Schwenningen könnte attraktiver werden, wenn es mehr Treffpunkte in VS gibt. Es gibt jetzt nur das Spektrum, das müsste größer werden und es mehr Treffpunkte sollten dazukommen. Vor zwei Jahren gab es schon mal einen Beteiligungsversuch und bis heute wurde nichts davon umgesetzt. Heute bin ich da und will sehen, ob sich das ändert.“ -Patrick Mayer

Eileen Kohnle„Es gibt zu wenig kulturelle Möglichkeiten. Man sollte mehr Workshops anbieten und Kulturangebote. Wir selbst könnten uns im Spektrum treffen und Flashmobs oder so veranstalten.“ -Eileen Kohnle

Leni Reinemann

„Hier ist zu wenig los! Es sollte mehr Kneipen für Schüler und Studenten geben!“ -Leni Reinemann

Michael Nikolski„Ich finde es hier überwiegend positiv. Es sollten Jugendtreffpunkt gebaut werden. Wir haben hier ein gutes Sportangebot und eine tolle Eishockeykultur. Ich bin heute hier, weil ich etwas tun möchte. Ich bin Schülersprecher und will meine Meinung mit einbringen.“ -Michael Nikolski

Jennifer Messer„Es gibt schon in paar Sachen, die man besser machen kann. Ich finde die Programme in den Jugendhäuser haben viel Potenzial, da kann man viel verbessern. Daran sollte man arbeiten.“ -Jennifer Messer

„Haben die erwachsenen Politiker euch Jugendliche im Blick? Ja, nein oder wisst ihr davon nichts?“

David Reisle

„Ich halte es für relativ schwierig eine ganze Stadt durch einen Gemeinderat zu repräsentieren. Deswegen ist es bestimmt schwierig auf die Wünsche der Jugendlichen einzugehen. Bei der Veranstaltung heute und letztes Jahr merkt man, dass sich die Politiker schon für die Jugendlichen interessieren.“ -David Reisle.

David ist der einzige, der findet das die Politik ihre Jugendlichen im Blick hat.

Die erwachsenen Politiker haben uns Jungen im Blick

Die größte Gruppe stellen bei dieser Frage die Jugendlichen, die noch nichts von ihrer Kommunalpolitik mitbekommen haben. Eine weitere Gruppe findet, dass die Politik ihre Jugend nicht im Blick hat.

Grit Reinemann„Ich hatte Schwierigkeiten zu wählen, weil so wenig für Jugendliche in den Wahlprogrammen angesprochen wird!“ -Grit Reinemann

Moritz Klaiber

„Die Renovierung des Gymnasium Deutenberg wird seit fünf oder sechs Jahren die Renoveriung immer wieder aufgeschoben. Dann wollte der Gemeinderat ein neues Rathaus bauen, dass sogar teurer war als das Gymnasium. Ein Bürgerentscheid hat das verhindert.“ -Moritz Klaiber

„Findet ihr, dass Wählen ab 16 eine gute Sache ist?“

Ist Wählen ab 16 eine gute Sache

Die Jugendlichen teilen sich in zwei Gruppen. Über zwei Drittel finden, dass Wählen ab 16 eine gute Sache ist.

„Warum seid ihr heute hier?“

Maik Meisenburg„Ich bin hier, weil man mit den Leuten diskutieren kann. Die Politiker sagen in der Öffentlichkeit immer zu allen Vorschlägen Ja und Amen, aber heute kann man direkt mit ihnen sprechen.“ -Maik Meisenburg

Larissa Gaede„Ich möchte mich mehr über Politik informieren, weil ich weiß gar nichts darüber bis jetzt.“ -Larissa Gaede

Kristijan Kovacevic„Ich bin hier, weil bis 17 Uhr Schule hätte. Aber ich interessiere mich schon für Politik.“ -Kristijan Kovacevic

Henry Werwein„Ich bin gespannt zu sehen, wie viele junge Leute sich hier für Politik interessieren.“ -Henry Werwein

Nun, anscheinend eine ganze Menge! Wollt ihr auch mitdiskutieren? Wir laden euch zur Beteiligung ein. Der richtige Platz für eure Ideen, Wünsche und Kritik ist das Forum auf jugendbeteiligung-vs.de!

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